Das Museum

Gründerin Gudrun Linn

Sonderpädagogin i.R., Fachlehrerin für Textilarbeit mit zusätzlichem Studiengang Textile Kunst und Textilhistorik, geprüfte Gäste-, Kultur- sowie Museumsführerin, Museumspädagogin, Kuratorin, Autorin, Botschafterin des Landkreises Cham.

Seit über 50 Jahren begeisterte Sammlerin.

Während des Pädagogikstudiums sollte Gudrun Linn eine Facharbeit zu einem Schulthema ihrer Wahl verfassen. Sie entschied sich für das Thema: "Das ABC-Stickmustertuch der Rosina Hübner von 1846 - ein historisches Beispiel für den Mädchenunterricht". Dieses Mustertuch wurde von Linns Ururgroßmutter im Alter von 14 Jahren gestickt und war der Anstoß zu der heutigen Sammlung.

Im Jahre 2012 ersteigerte Gudrun Linn dann ein ehemaliges Hotel in Blaibach/Bayerischer Wald, um ihrer Sammlung eine Heimat zu geben.

Nach zweijährigem Umbau wurde das Museum am 14.04.2014 eröffnet und ein gemeinnütziger Museumsverein gegründet.

Sehen - Erleben - Verstehen

Auf rund 700 qm Ausstellungsfläche erwarten Sie hunderte von Exponaten - weit über die ursprüngliche Textilsammlung hinaus. Die Museumsgründerin bietet persönliche, fachkundige Führungen. Gewürzt mit humorvollen Geschichten werden die Themen der Dauer- und Sonderausstellungen lebendig.

Lassen Sie sich entführen in vergangene Zeiten, als das Frauenleben noch ein anderes war. Die Sammlung von Gudrun Linn erzählt vom bürgerlichen Leben und Wirken junger Mädchen, starker Frauen und reifer Damen. In den einzelnen Ausstellungsbereichen werden die Lebensbedingungen der Frauen und ihre Leistungen gewürdigt. Dargestellt werden neben der Wohnsituation von Bürgerfrauen auch deren Aufgaben als Ehe- und Hausfrauen, als Mütter sowie in unterschiedlichen Berufen.

Das Museum gibt Einblicke in die Zeit von 1880 bis etwa 1950, eine Zeit des Aufbruchs der Frauen in die Emanzipation. Die Mode dieser Epoche erzählt vom Zeitgeist und der Stellung der Frau. Der "Frauenfleiß" wird verdeutlicht an Textilien, die in vielfältigen Handarbeitstechniken gefertigt wurden. Eine Fülle von Objekten, Dokumenten und Installationen veranschaulichen den Alltag der Frauen von anno dazumal.